Mathematik GWM5 GWM6 GWM7 GWM8 GWM9 SchulheftM5 SchulheftM6 SchulheftM10 SchulheftM11
1. Integralrechnung
1.1 Das bestimmte Integral
Einfache Eigenschaften des bestimmten Integrals
1) Vorzeichen
2) Symmetrische Funktionen
3) Abschnittsweise Integration
1.2 Die Integralfunktion
1.3 Der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung (HDI)
Verfahren zur Berechnung bestimmter Integrale mit Hilfe einer Stammfunktion
1.4 Stammfunktionen und unbestimmtes Integral
Besondere Fälle für Stammfunktionen
1.5 Flächenberechnungen mit dem Integral
1) Fläche zwischen dem Graphen und der x-Achse
2) Fläche zwischen den Graphen zweier Funktionen
3) Uneigentliche Integrale - ins Unendliche reichende Flächen
2. Die Krümmung von Graphen und ihre Wendepunkte
2.1 Die zweite Ableitung
2.2 Krümmung
2.3 Wendepunkte
2.4 Art der Extrema
3. Zufallsgrößen, Kombinatorik und Binomialverteilung
3.1 Zufallsgrößen
Eine Funktion
, die jedem Ergebnis
eine reele Zahl
zuordnet, heißt Zufallsgröße oder Zufallsvariable
auf
.
Die Funktion
, die jedem Wert
der Zufallsgröße
eine Wahrscheinlichkeit
zuordnet, heißt Wahrscheinlichkeitsverteilung oder Wahrscheinlichkeitsfunktion der Zufallsgröße
.
Als Graph verwendet man dabei Stabdiagramme bzw. Histogramme.

Die Funktion
, die jedem Wert
die Wahrscheinlichkeit "bis zu diesem Wert" zuordnet, heißt kumulative Verteilungsfunktion der Zufallsgröße
.
Als Graph ergibt sich dabei eine Treppenfunktion.
3.2 Erwartungswert und Varianz
Wenn
die möglichen Werte einer Zufallsgröße
sind, so heißt die reelle Zahl
|
der Erwartungswert der Zufallsgröße
.
Kurzschreibweise:
Eine Messgröße für die Streuung der Werte
einer Zufallsgröße
um den Erwartungswert herum ist die sogenannte Varianz bzw. Standardabweichung.
Wenn
die möglichen Werte einer Zufallsgröße
mit dem Erwartungswert
sind, so heißt die reelle Zahl
|
die Varianz der Zufallsgröße
.
Da dies eine quadratische Größe ist, die nicht so anschaulich ist, hat man zur Beurteilung der Abweichung vom Erwartungswert die sogenannte Standardabweichung eingeführt:
Standardabweichung der Zufallsgröße
|
Standardabweichung und Varianz einer Zufallsgröße von Mathehoch13 bei YouTube.com
Varianz- und Standardabweichung Kurs bei unterricht.de
3.3 Kombinatorik
In der Kombinatorik steht stets die Frage nach der Anzahl der Möglichkeiten bei einem Zufallsexperiment im Fokus.
Will man die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses
eines Laplace-Experiments bestimmen, interessiert man sich für die Anzahl der Elemente des Ergebnisraums
und die Anzahl der Elemente des Ereignisses
.
Hierfür liefert die Kombinatorik wichtige Abzählmethoden die auf dem allgemeinen Zählprinzip beruhen.
Wird ein Zufallsexperiment in Stufen durchgeführt und gibt es in der ersten Stufe , in der zweiten Stufe und in der -ten Stufe mögliche Ergebnisse, so gilt für die Anzahl der insgesamt möglichen Ergebnisse:
|
- Beispiel: Wie viele vierstellige Zahlen gibt es, die eine 7 an der Hunderterstelle haben?
- Beispiel: Wie viele fünfstellige Zahlen gibt es, die nur aus Ziffern kleiner als 7 bestehen?
Zählprinzip Erklärvideo von mathegym.de bei YouTube.com
Kombinatorik - eine Übersicht zu kombinatorischen Grundproblemen
|
|
Ein Urnenmodell ist ein Gedankenexperiment, das in der Stochastik verwendet wird, um verschiedene Zufallsexperimente auf einheitliche und anschauliche Weise zu modellieren. Dazu wird ein fiktives Gefäß, Urne genannt, mit einer bestimmten Anzahl an Kugeln gefüllt, die anschließend zufällig gezogen werden. Damit ist gemeint, dass bei jedem Zug alle in der Urne befindlichen Kugeln die gleiche Wahrscheinlichkeit haben, ausgewählt zu werden. Dadurch kann die Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten auf die Lösung kombinatorischer Abzählprobleme zurückgeführt werden.
Man unterscheidet Ziehungen mit Zurücklegen, bei denen jede Kugel nach ihrer Registrierung wieder in die Urne zurückgelegt wird, von Ziehungen ohne Zurücklegen, bei denen eine einmal gezogene Kugel nicht wieder zurückgelegt wird. Viele wichtige Wahrscheinlichkeitsverteilungen, wie beispielsweise die Binomialverteilung oder die hypergeometrische Verteilung können mit Hilfe von Urnenmodellen hergeleitet und veranschaulicht werden.
Gemischte Aufgaben der Kombinatorik Kurs bei unterricht.de
3.4 Bernoulli-Experimente
Zufallsexperimente, bei denen man sich nur für zwei Ergebnisse (Treffer/Niete) interessiert, werden als Bernoulli-Experimente bezeichnet.
Symbole: 0: Niete; 1: Treffer; Trefferwahrscheinlichkeit
; Nietenwahrscheinlichkeit
;
- Beispiele: (1) Werfen einer Münze:
; (2) Sechs und Nicht-Sechs beim Würfeln:
; (3) Ja/Nein- und Ein/Aus-Experimente;
Eine Bernoulli-Kette ist eine Folge von
unabhängigen Bernoulli-Versuchen mit der Trefferwahrscheinlichkeit
.
heißt auch Länge der Bernoulli-Kette.
Gesucht: Wahrscheinlichkeit, dass bei einer Bernoulli-Kette der Länge
genau
Treffer erhalten werden, wobei die Trefferwahrscheinlichkeit
ist.
Diese wird oft mit
oder
bezeichnet. (
: Anzahl der Treffer)
Baumdiagramme zu Bernoulli-Ketten bis zur Länge von n=4 beim Landesbildungsserver Baden-Württemberg
Formel von Bernoulli von J. van Lück bei geogebra.org
Bernoullische Formel:
mit
|
Die zugehörige Wahrscheinlichkeitsverteilung
heißt Binomialverteilung mit den Parametern n und p.
- Erwartungswert und Varianz der Binomialverteilung
4. Beurteilende Statistik
4.1 Alternativ-Tests
4.2 Signifikanztests
5. Geraden und Ebenen im Raum
5.1 Lineare Abhängigkeit von Vektoren
- Sind mehrere Vektoren
gegeben, so lassen sich damit beliebig viele Vektoren
der Form
|
erzeugen. Dann heißt
eine Linearkombination der Vektoren
.
ist also eine Linearkombination aus den Vektoren
und
.
Die Vektoren heißen linear abhängig, wenn mindestens einer dieser Vektoren als Linearkombination der anderen Vektoren darstellbar ist. Sonst heißen diese Vektoren linear unabhängig.
|
Prüfen Sie die Vektoren
auf lineare Abhängigkeit!
Lösung: Mit Hilfe des zugehörigen Gleichungssystem (mit drei Gleichungen und zwei Unbekannten) findet man heraus, dass diese drei Vektoren linear unabhängig sind, da es keine Zahlen
und
gibt, so dass
.
Im zweidimensionalen Vektorraum gibt es maximal zwei linear unabhängige Vektoren.
Im dreidimensionalen Vektorraum gibt es maximal drei linear unabhängige Vektoren.
Jeder weitere Vektor lässt sich also eindeutig als Linearkombination dieser linear unabhängigen Vektoren darstellen.
|
- Bemerkung zum besseren Verständnis:
Im
gilt:
Zwei Vektoren sind linear abhängig genau dann, wenn diese beiden Vektoren parallel (bzw. antiparallel) sind.
Drei Vektoren sind linear abhängig genau dann, wenn diese drei Vektoren parallel zu einer Ebene sind.
|
Siehe Linear abhängig in 2 Dimensionen und Linear abhängig in 3D von Dr. Marie-Luise Herrmann mit GeoGebra
5.2 Geraden
Geradengleichungen
Siehe Parameterform der Geradengleichung von Frank Dill bei GeoGebra
Der Ortsvektor eines beliebigen Punktes
auf einer Geraden
mit dem Aufpunkt
(und dem zugehörigen Ortsvektor
) und dem Richtungsvektor
lässt sich schreiben als:
|
ist die Geradengleichung der Gerade
durch den Punkt
mit dem Richtungsvektor
.
Wann liegt ein Punkt auf einer Geraden?
Ein Punkt liegt genau dann auf einer Geraden, wenn beim Einsetzen der Koordinaten des Punktes in die Geradengleichung (für
) mit einem festen Parameterwert
eine wahre Aussage entsteht.
Dazu muss der passende Parameterwert für
natürlich noch gefunden werden. Gelingt dies nicht, so liegt der Punkt nicht auf der Geraden.
Besondere Geraden
-Achse:
,
-Achse:
und
-Achse:
Sind zwei Koordinaten im Richtungsvektor null, dann ist die Gerade parallel zu einer Koordinatenachse.
Zum Beispiel ist
parallel zur
-Achse.
Ist eine Koordinate im Richtungsvektor null, dann ist die Gerade parallel zu einer Koordinatenebene.
Zum Beispiel ist
parallel zur
-Ebene oder
parallel zur
-Ebene.
Spurpunkte
Die Spurpunkte einer Geraden sind deren Schnittpunkte mit den Koordinatenebenen.
Spurpunkt
mit der
-Ebene: In dieser Ebene gilt:
, also
.
Spurpunkt
mit der
-Ebene: Dort gilt:
, also
.
Spurpunkt
mit der
-Ebene: Dort gilt:
, also
.
Gegenseitige Lage von Geraden
Seien zwei Geraden
und
gegeben.
Dann gibt es vier mögliche gegenseitige Lagen im Raum (siehe Abbildung im Buch S. 125):
a) Identische Geraden
Die beiden Richtungsvektoren
und
sind linear abhängig, d.h
und der Aufpunkt
der Geraden
liegt auf
.
b) Parallele Geraden
Die beiden Richtungsvektoren
und
sind linear abhängig, d.h
und der Aufpunkt
der Geraden
liegt nicht auf
.
c) Sich schneidende Geraden
Die beiden Richtungsvektoren
und
sind linear unabhängig, d.h
und das Gleichsetzen der beiden Geradengleichungen liefert eine Lösung. Den Schnittpunkt bestimmt man, indem man die Geradengleichungen gleichsetzt bzw. ineinander einsetzt.
d) Windschiefe Geraden
Die beiden Richtungsvektoren
und
sind linear unabhängig, d.h
und das Gleichsetzen der beiden Geradengleichungen liefert keine Lösung.
Untersuchen Sie die gegenseitige Lage der beiden Geraden
und
!
Gleichsetzen:
Dies setzen wir in die anderen beiden Gleichungen ein:
Das ist offensichtlich ein Widerspruch! Also sind die beiden Geraden windschief zueinander (da sie ja auch nicht parallel zueinander sind).
5.3 Ebenen
Ebenengleichungen
Siehe Parameterform bei Ebenen verstehen von Birgit Lachner bei GeoGebra
Der Ortsvektor eines beliebigen Punktes
auf einer Ebene
mit dem Aufpunkt
(und dem zugehörigen Ortsvektor
) und den beiden Richtungsvektoren
lässt sich schreiben als:
|
ist die Ebenengleichung der Ebene
durch den Punkt
mit den Richtungsvektoren
und
.
Wann liegt ein Punkt auf einer Ebene?
Ein Punkt liegt genau dann auf einer Ebene, wenn beim Einsetzen der Koordinaten des Punktes in die Ebenengleichung (für
) mit festen Parameterwerten
eine wahre Aussage entsteht.
Dazu müssen passende Parameterwerte für
und
natürlich noch gefunden werden. Gelingt dies nicht, so liegt der Punkt nicht auf der Ebene.
Spurgeraden
Die Schnittgeraden einer Ebene mit den Koordinatenebenen heißen Spurgeraden. Durch sie bekommt man einen Überblick über die Lage einer Ebene im Koordinatensystem.
Siehe Spurgeraden einer Ebene von Thorsten Glaser bei GeoGebra
Normalenformen der Ebenengleichung
Betrachte die Ebene
.
Sei
ein Normalenvektor auf die beiden Richtungsvektoren
und
, also auch ein Normalenvektor auf die Ebene
.
Dann gilt:
und
, weil die Vektoren ja jeweils senkrecht aufeinander stehen.
Multipliziert man nun (mit Skalarprodukt!) die Ebenengleichung auf beiden Seiten mit dem Normalenvektor
durch, so entsteht:
und somit ergibt sich
die vektorielle Normalenform der Ebenengleichung
|
Schreibt man diese mit den Koordinaten der Vektoren aus, so entsteht
die skalare Normalenform der Ebenengleichung
|
mit
Diese Form wird auch Koordinatendarstellung oder Koordinatengleichung der Ebene genannt.
soll von der Parameterform in die Normalenform umgewandelt werden.
ist ein Vektor, der auf beiden Richtungsvektoren senkrecht steht.
Wir wählen günstigerweise als Normalenvektor
.
Dann ist
.
Die skalare Normalenform der Ebenengleichung ist also:
.
In Vektordarstellung ist die Normalenform der Ebenengleichung:
Hesse'sche Normalenform (HNF)
Benutzt man zum Aufstellen der Normalenform statt
sogar dessen Einheitsvektor
und diesen noch so orientiert, dass
ist, so erhält man die HNF der Ebenengleichung:
|
bzw.
|
Diese wird vor allem für Abstandberechnungen von Punkt zu Ebene genutzt. Für den Fall, dass
, nimmt man einfach den Gegenvektor von
als Normalenvektor und stellt damit die HNF auf.
soll von der Parameterform in die Hesse'sche Normalenform umgewandelt werden.
Wir brauchen also noch den Einheitsvektor des Normalenvektors
. Dieser ist
.
Dann ist
.
Die skalare HNF der Ebenengleichung ist also:
.
In Vektordarstellung ist die HNF der Ebenengleichung:
5.4 Gegenseitige Lage von Gerade und Ebene
Schnittpunkt:
Die Richtungsvektoren
und
der Ebene und der Richtungsvektor
der Geraden sind linear unabhängig genau dann, wenn die Ebene und die Gerade sich in einem Punkt schneiden. Den Schnittpunkt bestimmt man, indem man die Geradengleichung und die Ebenengleichung gleichsetzt bzw. ineinander einsetzt.
Parallelität:
Die Richtungsvektoren
und
der Ebene und der Richtungsvektor
der Geraden sind linear abhängig genau dann, wenn die Ebene und die Gerade parallel sind. Liegt die Gerade dabei nicht in der Ebene, so spricht man von echt parallel.
(1) Betrachte das Haus in dem Bild oben. Die Giebelhöhe sei 1,5. Wo schneidet die rechte vordere Dachkante die Bodenebene (
)?
Rechte vordere Dachkante
Die Bodenebene hat die Gleichung
.
Setze
und
aus der Geradengleichung in die Ebenengleichung ein:
, also
.
Einsetzen in die Geradengleichung liefert den Ortsvektor des Schnittpunktes
.
(2) Schnittpunkt von Gerade
und Ebene
?
Setze
und
aus der Geradengleichung in die Ebenengleichung ein:
, also
.
Einsetzen in die Geradengleichung liefert den Ortsvektor des Schnittpunktes
.
5.5 Gegenseitige Lage von Ebenen
Schnittgerade:
Die Normalenvektoren zweier Ebenen sind linear unabhängig genau dann, wenn die beiden Ebenen eine Schnittgerade gemeinsam haben.
Parallele Ebenen:
Die Normalenvektoren zweier Ebenen sind linear abhängig genau dann, wenn die beiden Ebenen parallel zueinander sind.
(1) Beschreibe die Lage von Ebene
und Ebene
zueinander und stelle gegebenenfalls eine Gleichung der Schnittgerade auf!
Wandle die Ebenengleichung von
in Normalenform in Koordinatendarstellung um:
. Wir wählen günstigerweise als Normalenvektor
.
Dann ist
.
Die Normalenform der Ebenengleichung ist also
.
Setze nun
in diese Gleichung ein:
;
;
Das ist falsch. Also haben die beiden Ebenen keine gemeinsamen Punkte. Sie müssen deswegen echt parallel sein.
(2) Beschreibe die Lage von Ebene
und Ebene
zueinander und stelle gegebenenfalls eine Gleichung der Schnittgerade auf!
Da die beiden Normalenvektoren
und
linear unabhängig sind, müssen sich die beiden Ebenen in einer Geraden schneiden.
Die beiden Ebenengleichungen stellen ein lineares Gleichungssystem mit zwei Gleichungen und drei Unbekannten dar, es ist also unterbestimmt. Deswegen kann man eine Unbekannte frei wählen.
Wähle
. Die beiden Gleichungen sind dann:
und
.
;
;
Die Schnittgerade hat also die Gleichung
.
Die folgende Abbildung veranschaulicht die möglichen Lagen dreier Ebenen zueinander:
Lage zweier Ebenen bei lernzentrum.de
5.6 Abstandsbestimmungen
Abstand zweier Punkte:
Der Abstand
zweier Punkte
und
ist gleich dem Betrag des Verbindungsvektors
:
|
Abstand eines Punktes von einer Geraden, Lotfußpunkt
Sei
ein Punkt außerhalb einer Geraden
Für den Lotfußpunkt
muss dann gelten:
und
.
Aus diesen zwei Bedingungen kann man den Lotfußpunkt berechnen und damit den gesuchten Abstand
|
Welchen Abstand hat der Punkt
von der Gerade
?
Sei
der gesuchte Lotfußpunkt (vom Punkt
aus) auf der Gerade
. Damit gilt:
;
;
;
;
;
;
Abstand zweier paralleler Geraden
Man berechnet wie im letzten Abschnitt den Abstand eines Punktes der einen Gerade von der anderen Gerade.
Abstand eines Punktes von einer Ebene
Man erhält den Abstand eines Punktes
von einer Ebene
, wenn man den Ortsvektor
des Punktes in die linke Seite der Hesse'schen Normalenform der Ebene einsetzt:
|
Ist dabei
, so liegen der Ursprung des Koordinatensystems und der Punkt
auf verschiedenen Seiten von der Ebene aus gesehen.
Ist dabei
, so liegen der Ursprung und der Punkt
auf derselben Seite von der Ebene aus gesehen.
Welchen Abstand haben der Ursprung und der Punkt
von der Ebene
?
Normalenvektor der Ebene ist
. Der Einheitsvektor dazu ist
.
Dann ist
.
Wähle deshalb für die HNF den Normaleneinheitsvektor
. Damit ist
.
Die skalare HNF der Ebenengleichung ist also:
.
Die gesuchten Abstände erhält man nun einfach durch Einsetzen der Koordinaten der Punkte:
;
; (Der Ursprung des Koordinatensystems und der Punkt
liegen auf verschiedenen Seiten von der Ebene aus gesehen.)
Abstand zweier windschiefer Geraden
Gegeben sind zwei windschiefe Geraden:
Gesucht ist der Abstand
wobei
der Fußpunkt auf der Geraden
und
der Fußpunkt auf der Geraden
bezüglich des gemeinsamen Lotes der beiden Geraden ist:
Es muss dabei für den gemeinsamen Normalenvektor
gelten:
Man bildet eine geschlossene Vektorkette:
Mit
und nach Skalarproduktbildung mit
auf beiden Seiten der Gleichung ergibt sich:
Mit
vereinfacht sich dies zu:
Daraus erhält man leicht
und damit
und somit auch den gesuchten Abstand
Alternativ kann man den Abstand zweier windschiefer Geraden
und
auch miitels einer Hilfsebene
bestimmen, die die Gerade
enthält und zur anderen Gerade
parallel ist.
Der Abstand der windschiefen Geraden ist dann gleich dem Abstand des Aufpunktes der Geraden
von der Ebene
.
5.7 Schnittwinkel
Schnittwinkel zweier Geraden
Der Schnittwinkel zweier Geraden ist der Zwischenwinkel zwischen den beiden zugehörigen Richtungsvektoren der beiden Geraden.
Schnittwinkel zwischen Gerade und Ebene
Sei
der Richtungsvektor der Geraden und
ein Normalenvektor der Ebene.
Dann gilt für den Schnittwinkel
zwischen Gerade und Ebene:
|
Wie groß ist der Schnittwinkel der Geraden
mit der Ebene
?
;
Schnittwinkel zweier Ebenen
Der Schnittwinkel zweier Ebenen ist der Zwischenwinkel zwischen den beiden zugehörigen Normalenvektoren der beiden Ebenen.
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